Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Mi 7. Feb 2018, 22:46

Brainiac hat geschrieben:(07 Feb 2018, 17:17)
...
Ich bin durchaus ein Freund der direkten Demokratie, die in D auch auf Bundesebene eingeführt werden sollte. Man muss sich aber einfach immer wieder klar machen, dass überhaupt nicht bewiesen und auch nicht beweisbar ist, dass der Volkswille dadurch insgesamt besser verwirklicht werden würde. Welche Themen zum Volksentscheid gelangen, ist durchaus zufällig und wird von aktuellen politischen Ereignissen sowie von medienmächtigen Interessengruppen bestimt, also ist in keiner Weise gewährleistet, dass wirklich über die wichtigsten Themen abgestimmt wird. Vielleicht sind der Mehrheit der Bürger viele andere Dinge wichtiger, als wie der ÖR finanziert wird?

Des weiteren ist gerade der ÖR ein gutes Beispiel, dass es alles andere als trivial ist, dem Volk hierzu die richtige Frage zu stellen. Wenn man fragt "sollen die Zwangsgebühren abgeschafft werden?", findet sich natürlich eine klare Mehrheit, da dies von der Qualität "sollen in Deutschland die Steuern sinken?" ist. Würde man fragen, ob das heutige Angebot von ARD, ZDF und den sonstigen ÖR-Anstalten, zwecks finanzieller Entlastung der Bürger von steuerähnlichen Zwangsabgaben, reduziert werden soll, incl. Tagesschau, Heute-Journal, Free-TV zu Fußball WM und EM, Brennpunkte, Bildungssendungen, Kinderprogramm, Tatorte etc., würde ein anderes Ergebnis herauskommen. Was ist denn nun der Volkswille?
...

Das ist genau der Punkt. Es geht also darum, wie man die in der Bevölkerung wahrgenommene Nachfrage nach ÖR Medien in ein entsprechendes Angebot umsetzt.

Dabei ist mir die Diskussion ehrlich gesagt oft zu staatstragend. Weder wünsche ich mir eine Abschaffung, noch, dass ausschließlich eine Gruppe von Politikern und Medienschaffenden das unter sich ausmacht. Das kann weit darunter gehandhabt werden, KANN aber genau das WILL man nicht.

Warum bündelt man, neben einem fixen Grundangebot, Nischenangebote nicht in Paketen die man ab- oder zubuchen kann? Ist doch klar, weil dann ein Großteil der Überversorgung sofort transparent werden würde. Also schützt man diese Institution indem es immer nur um ganz oder garnicht geht und das immer schön in Hinterzimmern entschieden wird.

Ich bin der Meinung wir haben ein ganz ordentliches ÖR Fernsehen, aber wir haben deutlich zuviel davon und es erfüllt nicht mehr den Neutralitätsanspruch, den ich mir für ein öffentlich finanziertes Fernsehen vorstelle. Die aktuelle Art und Weise der Reglementierung - die eigentlich keine ist - entspricht eher einer Subvention eines nicht angreifbaren Staatskonzerns, durchgeführt von einer Clique von Politikern, die in einem offenen Interessenkonflikt zwischen den Bürgern und ihrer eigenen parteipolitischen Einflussnahme stehen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Do 8. Feb 2018, 07:18

Skeptiker hat geschrieben:(07 Feb 2018, 22:46)
Warum bündelt man, neben einem fixen Grundangebot, Nischenangebote nicht in Paketen die man ab- oder zubuchen kann?

Dieser Grundgedanke ist sicher ok, und wenn man sowas konzipiert, sollten man auch gleich die Onlineangebote großer Medien, die ja seit einigen Jahren immer mehr bepreist werden, mit bedenken.

Bei 17,50 € mtl. stellt sich mir allerdings die Frage der Verhältnismäßigkeit, wenn dieser Betrag jetzt noch mit viel Verwaltungsaufwand in viele einzelne optionale Teilbeiträge aufgedröselt werden soll, die dann teilweise im Cent-Bereich liegen dürften.

Ist doch klar, weil dann ein Großteil der Überversorgung sofort transparent werden würde. Also schützt man diese Institution indem es immer nur um ganz oder garnicht geht und das immer schön in Hinterzimmern entschieden wird.

Den letzten Satz verstehe ich rein logisch nicht ganz, man schützt die Institution dadurch, dass es immer nur um alles oder nichts geht? In der Schweiz geht es beim NoBillag genau darum, und nicht um die Institution zu schützen, im Gegenteil.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Do 8. Feb 2018, 10:56

Charles hat geschrieben:(07 Feb 2018, 21:12)

Es gibt auch genug Möglichkeiten Nachrichten und Fussball im privaten TV zu schauen. Sogar gleichzeitig. :)

... wobei man dazu nicht mal TV braucht. Nachrichten hole ich mir einfach über SPON.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Do 8. Feb 2018, 22:14

Brainiac hat geschrieben:(08 Feb 2018, 07:18)
Bei 17,50 € mtl. stellt sich mir allerdings die Frage der Verhältnismäßigkeit, wenn dieser Betrag jetzt noch mit viel Verwaltungsaufwand in viele einzelne optionale Teilbeiträge aufgedröselt werden soll, die dann teilweise im Cent-Bereich liegen dürften.

Ich denke es würde dabei herauskommen, dass für viele Nischenprodukte schlicht nur eine extrem kleine Zuschauerschaft da ist, die teures Fernsehen quersubventioniert vom verpflichteten Gebührenzahler bekommen. An der Stelle dient sich das System selber, indem jede Nische ohne Rücksicht auf Wirtschaftlichkeit bedient wird.

Die Frage ist also: Wo endet die Grundversorgung? Aktuelle Antwort: Da wo die Medienanstalten selber es nicht mehr bedienen wollen (und da man damit gutes Geld verdient ist diese Grenze sehr weit ausgelegt)
Ich denke die Frage der Grundversorgung läßt sich sehr differenziert beantworten, aber bitteschön von den Menschen und nicht von Institutionen und Verbänden mit Eigeninteressen.

Ich würde eher ein System bevorzugen, welches sich auf Quoten stützt. Wenn irgendetwas nunmal im Schnitt von weniger als x% der Bevölkerung geschaut wird, dann kann man halt auch ganz darauf verzichten. Nicht weil es nicht vielleicht interessant wäre und das Angebot bereichern würde, sondern einfach, weil es keine gesellschaftliche Relevanz mehr hat, wenn es keiner schaut.

Es sollte nachgewiesen werden müssen, dass das Programm einen relevanten Anteil in der Bevölkerung in der Zielregion auch erreicht (nicht nur erreichen kann). Dem kann man gerne ein paar kulturelle Rahmenvorgaben machen, aber die Existenz der Programme/Sender sollte von deren Akzeptanz bestimmt werden.

Brainiac hat geschrieben:(08 Feb 2018, 07:18)
Den letzten Satz verstehe ich rein logisch nicht ganz, man schützt die Institution dadurch, dass es immer nur um alles oder nichts geht? In der Schweiz geht es beim NoBillag genau darum, und nicht um die Institution zu schützen, im Gegenteil.

Ja, der Satz ist Quatsch. Ich wollte schreiben, dass die Diskussion um Sein oder Nichtsein der ÖR, solange es auf der politischen Ebene entschieden wird, immer zugunsten des Bestehens der ÖR entschieden wird. Das endet dann immer in den Hinterzimmerentscheidungen zum Rundfunkbeitrag.
Als Bürger habe ich den Eindruck ein System bezahlen zu müssen über dessen Inhalt ich keine Gewalt habe und das sich die Aufgaben selber gibt. Das befeuert natürlich Debatten um Finanzierung und Existenz der ÖR. Dabei könnte man das wie oben beschrieben auch viel einfacher über Angebot und Nachfrage regeln, plus ein paar Rahmenvorgaben, aber eben nicht vollkommener Narrenfreiheit.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » Do 8. Feb 2018, 22:29

Alster hat geschrieben:(08 Feb 2018, 10:56)
... wobei man dazu nicht mal TV braucht. Nachrichten hole ich mir einfach über SPON.


Nachrichten hole ich mir grundsätzlich aus dem Internet. Meistens lese ich über google news quer und dann hole ich mir Infos aus verschiedenen Web-Portalen und den digitalen Angeboten der Printmedien. Zudem lese ich bei Twitter, Facebook und in verschiedenen Blogs.

Wenn ich nebenebei den Fernseher mal laufen habe, dann meist N-TV, wenn es z.B. um Live-Berichterstattung über aktuelle Ereignisse oder einen Nachrichtenüberblick für Zwischendurch geht.

Bundestagsdebatten schaue ich online, entweder live oder als Aufzeichnung abends bei youtube.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » So 11. Feb 2018, 20:05

Am Mittwoch erwartet uns der nächste volkspädagogische Propagandafilm im Staatsfunk.

Aufbruch ins Ungewisse

Ende der 2020er-Jahre ist die Europäische Union zerfallen, in den ehemaligen Mitgliedsstaaten regieren Nationalisten. In Deutschland werden politische Gegner und Minderheiten als „Feinde des deutschen Volkes“ massiv verfolgt, auf den Straßen herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.

Nachdem er denunziert wurde, fürchtet Mietrechtsanwalt Jan Schneider erneute Verhaftung und Folter, weil er die Opfer staatlicher Enteignungen vertreten hatte. Er, seine Frau Sarah und ihre beiden Kinder Nora und Niki fliehen überstürzt auf einem Frachtschiff, das sie nach Südafrika bringen soll. Doch sie werden auf dem Meer in Schlauchbooten ausgesetzt und kentern an der namibischen Küste. Der siebenjährige Niki ist seitdem verschollen.

In Namibia werden europäische Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer abgeschoben, weil diese zu sicheren Herkunftsstaaten deklariert wurden. Deshalb entzieht sich die Familie der Registrierung und lässt sich von Schleppern nach Südafrika bringen. Sie kommen in einem Flüchtlingslager unter. Dort wird ihr Antrag auf Asyl abgelehnt, weil die Mutter in Namibia von der Polizei registriert worden war, als sie Niki als vermisst gemeldet hatte. Der Familie droht die Deportation.

Kurz darauf taucht ein schwer verletzter Junge auf, bei dem Nikis Jacke mit dessen Ausweis gefunden wird. Es stellt sich heraus, dass er dem toten Niki die Jacke abgenommen hatte, weil er fror. Die Familie erklärt offiziell, dass es sich bei dem Kind um ihres handelt, um der Abschiebung doch noch zu entgehen: Der Junge kann nicht abgeschoben werden, da für ihn in Namibia keine angemessene medizinische Versorgung gewährleistet werden kann. Damit ist auch seine Familie vor einer Abschiebung geschützt.


Die Intention des Films ist selbst für einfache Gemüter leicht zu durchschauen.

Nach weniger als zehn Minuten hat auch der Letzte begriffen, worum es den Filmemachern, ihren Geld- und Auftraggebern geht. Die Zuschauer sollen im fiktiven Los der Schneiders das reale Schicksal der nach Europa einströmenden Afrikaner erkennen. In einem zweiten Schritt sollen sie es als Möglichkeit auf sich beziehen und im dritten Schritt zu der Erkenntnis kommen, daß die Politik der offenen Grenzen aus humanitären Gründen wie aus potentiellem Eigennutz richtig ist. Mit Lessing gesprochen: Durch auf sich selbst bezogenes Mitleid sollen sie zur Katharsis gelangen!


https://jungefreiheit.de/kultur/2018/di ... usbleiben/

Anschliessend "Diskussion" bei Maischberger über den Film. Mal sehen, ob dort auch kritische Gäste eingeladen werden.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 21:19

Ich bin sehr skeptisch, ob dieser angekündigte Film künstlerisch-ästhetisch aber auch politisch-philosophisch auf allzuhohem Niveau stehen wird. Aber immerhin: Vielleicht wird der Hass auf das öffentlich-rechtliche TV so groß, dass sich die Mehrheit der Deutschen dann sogar weigert, dort Fußballspiel- und sonstige Großveranstaltungsübertragungen anzuschauen. Naive Illusion. Abere ein solches Totalboykott ist dem ÖR nur zu wünschen. Das Privat-TV wünscht nix lieber, als dieses Großveranstaltungsübertragungsrechtsgeschäft komplett (und nicht nur halb) an sich zu reißen. Ja Gott. Sollen sie doch! Was spricht gegen Arbeitsteilung? Was spricht gegen Konkurrenz und Marktwirtschaft? Nix! Jeder Fußballfan kann im Privat-TV ausführlichst dann sämtliche Spiele 24 mal 7 und mit allen Hintergrundinformationen schauen. Was bitte, um Gottes Willen, spricht denn dagegen?

Großveranstaltungsevents, insbesondere Sport und insbesondere Fußball sind darauf angelegt, Kasse zu machen. Und ich hab' nicht das Mindeste Problem damit. Weil sich das ganz harmonisch und friedlich mit dem Interesse der Privat-TV-Anstalten trifft, ebenfalls Kasse zu machen. Was ist daran problematisch? Eigentlich nix! Nur, dass es eben nicht so läuft.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » So 11. Feb 2018, 21:41

Charles hat geschrieben:(11 Feb 2018, 20:05)
Am Mittwoch erwartet uns der nächste volkspädagogische Propagandafilm im Staatsfunk.

Die Intention des Films ist selbst für einfache Gemüter leicht zu durchschauen.

https://jungefreiheit.de/kultur/2018/di ... usbleiben/

Anschliessend "Diskussion" bei Maischberger über den Film. Mal sehen, ob dort auch kritische Gäste eingeladen werden.

Vielleicht gibt es ja zum Ausgleich die nächsten Wochen irgendwann eine Art zurück in die Zukunft, in der Münchner aus dem Jahr 1953 in das Jahr 2018 befördert werden. Was wäre wohl deren erster Gedanke ... ?

Danach dann Debatte über "Volksaustausch" und "Islamisierung" - na, wäre das was? :thumbup: Nö, wäre es nicht! :mad2:

Auf dem Niveau etwa sehe ich diese Veranstaltung. Es werden erst die einprägsamen Bilder gemacht, die empathisch jeden abholen. Die langweilige Diskussion danach - naja, manche tun sich die an. Und wieder mal habe ich 80% abgeholt und die 20% Aufrechten die sich die Diskussion antun - wen interessieren die schon.

Aber alles supi, nach Außen hin korrekt - bloß lieber nicht die Gegenprobe machen ...
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Selina » So 11. Feb 2018, 22:30

Charles hat geschrieben:(11 Feb 2018, 20:05)

Am Mittwoch erwartet uns der nächste volkspädagogische Propagandafilm im Staatsfunk.

Die Intention des Films ist selbst für einfache Gemüter leicht zu durchschauen.


Wieso Propagandafilm? In Sachsen schwadroniert die AfD schon längst davon, bei der nächsten Landtagswahl stärkste Kraft zu werden und somit den Ministerpräsidenten zu stellen. Nach dem BTW-Ergebnis in diesem Bundesland durchaus denkbar. Dann das nächste Bundesland... das übernächste und so weiter und so fort. Ein rechtsextremistisch geführtes Deutschland, eine Horrorvision, aber offenbar schon fest in diesen kranken Hicke-Köpfen verankert.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon schelm » Mo 12. Feb 2018, 04:14

Charles hat geschrieben:(11 Feb 2018, 20:05)

Am Mittwoch erwartet uns der nächste volkspädagogische Propagandafilm im Staatsfunk.



Die Intention des Films ist selbst für einfache Gemüter leicht zu durchschauen.



https://jungefreiheit.de/kultur/2018/di ... usbleiben/

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Ich hege gewisse Zweifel daran, ob überhaupt der prinzipielle Unterschied heraus gearbeitet wird. Während in der Vision politische Gründe für die Flucht verantwortlich wären, ist die heutige Realität im großen Umfang einfach nur Ergebnis der Perspektivlosigkeit der Überbevölkerung in den entsprechenden Ländern.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 12. Feb 2018, 22:32

[MOD] Einen Beitrag entfernt. Auch wenn man sich über etwas geärgert hat, kann man sich hier bitte zivilisiert ausdrücken.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon jack000 » Mo 12. Feb 2018, 23:02

Brainiac hat geschrieben:(08 Feb 2018, 07:18)

Dieser Grundgedanke ist sicher ok, und wenn man sowas konzipiert, sollten man auch gleich die Onlineangebote großer Medien, die ja seit einigen Jahren immer mehr bepreist werden, mit bedenken.

Bei 17,50 € mtl. stellt sich mir allerdings die Frage der Verhältnismäßigkeit, wenn dieser Betrag jetzt noch mit viel Verwaltungsaufwand in viele einzelne optionale Teilbeiträge aufgedröselt werden soll, die dann teilweise im Cent-Bereich liegen dürften.

Die Summe ist nicht mal unbedingt das Problem (Auch wenn eine riesige Summe bei herauskommt), sondern die Tatsache das man zwangsweise für ein fragwürdiges Programm zahlen muss (Siehe den KiKa-Skandal).
=> Den ÖR kann man auch durch allgemeine Steuern finanzieren (1/8 - 1/4 reicht aus) und ein neutrales zurechtgestutztes Basisprogramm ausbreiten und kein "Das ist richtig und das ist falsch"-Propagandamedium!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Ger9374 » Di 13. Feb 2018, 06:21

Eine Grundversorgung ist der ÖR glaube ich nicht mehr.Nischenprogramme, kika ,zig Radiosender.
Da wäre wohl ein zurückfahren der Angebote auf deutlich weniger angebracht. Zumal die privaten ohne kosten für die Konsumenten lücken füllen würden. Reichhaltiges angebot ist gut aber das würden auch private teilweise abdecken.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Feb 2018, 07:57

jack000 hat geschrieben:(12 Feb 2018, 23:02)

=> Den ÖR kann man auch durch allgemeine Steuern finanzieren (1/8 - 1/4 reicht aus) und ein neutrales zurechtgestutztes Basisprogramm ausbreiten und kein "Das ist richtig und das ist falsch"-Propagandamedium!


Das ist es auch nicht. Hör mal auf zu hyperventilieren, Jack.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Selina » Di 13. Feb 2018, 08:14

Alexyessin hat geschrieben:(13 Feb 2018, 07:57)

Das ist es auch nicht. Hör mal auf zu hyperventilieren, Jack.


:D

Wenn ich mir vorstelle, dass die AfD jetzt oder demnächst in den Rundfunkräten sitzt und da ihren (blaunen) Einfluss nehmen kann, wird mir einfach nur schlecht. Jaaaa, ich weiß, demokratisch gewählt, ergo kriegense da auch Sitze. Trotzdem, furchtbarer Gedanke.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Feb 2018, 08:16

Selina hat geschrieben:(13 Feb 2018, 08:14)

:D

Wenn ich mir vorstelle, dass die AfD jetzt oder demnächst in den Rundfunkräten sitzt und da ihren (blaunen) Einfluss nehmen kann, wird mir einfach nur schlecht. Jaaaa, ich weiß, demokratisch gewählt, ergo kriegense da auch Sitze. Trotzdem, furchtbarer Gedanke.


Direkten Einfluss auf das Programm selbst ist eh schwierig. Ich kannte mal welche aus dem BR. Das sind so viele Instanzen vom Abgeordeten bis zum Programmchef, das da eine Einflussnahme nicht weiter möglich ist, ohne das es irgendwer bemerken würden.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Vongole » Di 13. Feb 2018, 14:21

jack000 hat geschrieben:(12 Feb 2018, 23:02)

Die Summe ist nicht mal unbedingt das Problem (Auch wenn eine riesige Summe bei herauskommt), sondern die Tatsache das man zwangsweise für ein fragwürdiges Programm zahlen muss (Siehe den KiKa-Skandal).
=> Den ÖR kann man auch durch allgemeine Steuern finanzieren (1/8 - 1/4 reicht aus) und ein neutrales zurechtgestutztes Basisprogramm ausbreiten und kein "Das ist richtig und das ist falsch"-Propagandamedium!


Der "KiKa-Skandal", wie ihr dieses harmlose Filmchen zu nennen beliebt, regt euch doch lediglich auf, weil es sich um ein deutsch-syrisches Pärchen handelt.
Ne seute Deern und a fescher Bua, das wäre euch keinerlei Hetze wert gewesen.
Was darf ich mir unter "neutral zurechtgestutztem Basisprogramm" vorstellen? Zensur?
Richtig und falsch nach der Lebenswirklichkeit von AfD und Konsorten?
Ich warte echt auf den Tag, wo ihr "Rotfunk" kreischt, weil Mainzelmännchen Bert ne rote Mütze trägt.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon jack000 » Di 13. Feb 2018, 17:50

Vongole hat geschrieben:(13 Feb 2018, 14:21)

Der "KiKa-Skandal", wie ihr dieses harmlose Filmchen zu nennen beliebt, regt euch doch lediglich auf, weil es sich um ein deutsch-syrisches Pärchen handelt.
Ne seute Deern und a fescher Bua, das wäre euch keinerlei Hetze wert gewesen.
Was darf ich mir unter "neutral zurechtgestutztem Basisprogramm" vorstellen? Zensur?
Richtig und falsch nach der Lebenswirklichkeit von AfD und Konsorten?
Ich warte echt auf den Tag, wo ihr "Rotfunk" kreischt, weil Mainzelmännchen Bert ne rote Mütze trägt.

Es geht darum das es sich um Fernsehen für Kinder im Alter von 3-13 Jahren handelt. Da ist es kontraproduktiv kommentarlos ein Pärchen zu zeigen wo ein Tagenichts und Idiot (Er hat Pierre Vogel geliked auf Facebook) ihr diverse Sachen verbietet und sie teilweise darauf eingeht.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon jack000 » Di 13. Feb 2018, 19:06

Alexyessin hat geschrieben:(13 Feb 2018, 07:57)

Das ist es auch nicht. Hör mal auf zu hyperventilieren, Jack.

Und wenn schon der ÖR den ÖR kritisiert? Hyperventiliert Plasberg? (Eine der Sendungen die wirklich sehenswert sind):
https://www.youtube.com/watch?v=OG9gP-N ... .be&t=1585
"Ein Grundbild was vermittelt wird" => Dann hör dir mal die Antwort von der Reschke an!
=> Der ÖR hat kein Grundbild zu vermitteln sondern neutral zu berichten über das was Sache ist und nicht Ausschnitte von etwas um die Gesamtthematik anders darzustellen als wie diese ist!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon jack000 » Di 13. Feb 2018, 19:13

Alexyessin hat geschrieben:(13 Feb 2018, 08:16)

Direkten Einfluss auf das Programm selbst ist eh schwierig. Ich kannte mal welche aus dem BR. Das sind so viele Instanzen vom Abgeordeten bis zum Programmchef, das da eine Einflussnahme nicht weiter möglich ist, ohne das es irgendwer bemerken würden.

Und wer bestimmt wer Programmchef/Intendant wird? Beispiel:
Der für die Suche eines neuen Intendanten zuständige Verwaltungsrat des Deutschlandradios hatte Raue Ende April einstimmig vorgeschlagen; dagegen regte sich Widerstand im Hörfunkrat, einzelne Mitglieder hatten das Verfahren der Kandidatenfindung, andere die Personalie selbst kritisiert. Der Chef der Stuttgarter Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski (Grüne), hatte sich im April für eine „hausinterne“ Lösung ausgesprochen und Programmdirektor Andreas-Peter Weber für das Amt favorisiert. Für Raue sah Murawski zu dem Zeitpunkt keine Mehrheit im Hörfunkrat. Das passive SPD-Mitglied Stefan Raue ist mit starkem sozialdemokratischen Rückenwind ins Amt gekommen. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Raue mit dem ebenfalls der SPD zuzurechnenden Programmdirektor Andreas-Peter Weber arrangieren. wird In der Logik der Parteien gehören Intendant und Programmchefs des nationalen Hörfunks mit den drei Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova stets zu unterschiedlichen Lagern: Ist der Intendant (wie Steul) "schwarz," ist der Programmdirektor (wie Weber) "rot".

http://www.tagesspiegel.de/medien/haars ... 07142.html
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"

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