Situation Afrika

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Quatschki
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Re: Situation Afrika

Beitragvon Quatschki » So 7. Okt 2018, 10:48

H2O hat geschrieben:(06 Oct 2018, 21:02)

Bei diesem Vorgehen fühle ich mich aber ziemlich unwohl: Da stellen wir uns nun als verantwortungsbewußte Europäer hin, und gestalten gesellschaftliche Verhältnisse in Afrika. Müssen das die Afrikaner nicht selbst in ihre Hände nehmen?

Man kann Bildung und Ausbildung fördern. Ganz pragmatisch.
Von dem, was sich Deutschland einen minderjähriger Unbegleiteten kosten lässt, kannst du in Afrika drei Lehrerstellen finanzieren. Oder eine Professorenstelle.
Ist doch eine Schande, dass in den ärmsten Ländern für alles Schulgeld gezahlt werden muß.
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H2O
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Re: Situation Afrika

Beitragvon H2O » So 7. Okt 2018, 17:34

Quatschki hat geschrieben:(07 Oct 2018, 11:48)

Man kann Bildung und Ausbildung fördern. Ganz pragmatisch.
Von dem, was sich Deutschland einen minderjähriger Unbegleiteten kosten lässt, kannst du in Afrika drei Lehrerstellen finanzieren. Oder eine Professorenstelle.
Ist doch eine Schande, dass in den ärmsten Ländern für alles Schulgeld gezahlt werden muß.


Ja, alles ganz richtig und dennoch fast unmöglich.

Wenn wir ein armes Land mit guter Regierungsführung betrachten, dann landet jeder Euro-Cent dort, wo er auch landen sollte. Also, wir können dort sofort Gutes tun.

Wenn wir eine Korruptokratie betrachten, dann versickert der weitaus größere Teil unserer Zuwendung in der "Verwaltung", an der niemand vorbei kommt, ohne "die Wege geebnet" zu haben. Je korrupter, desto mehr. Da gibt es für wohlmeinende Helfer kein Entrinnen.

Das ist das Problem in Afrika und in Teilen Europas, auch in der EU. Mir fallen dann sofort "Fakelakis" ein, oder Bulgarien und Rumänien, oder abkassierende Mafia-Banden. Das hohe europäische Roß ist also nicht angebracht.

Dann besser die Menschen hier ausbilden; dann kennen wir das Ziel der Ausbildung und die Qualität der Ausbildung.

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