Wohin würdet ihr auswandern?

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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 13:48

Zunder hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:39)

Es könnte natürlich sein, daß 5.000 Juden, die Frankreich Richtung Israel verlassen gar nicht auswandern, sondern fliehen.
"Fliehen" wäre dann ein nicht aus der Zeit gefallenes Wort. Wahrscheinlich gibt es deshalb so viele Flüchtlinge. Das ist halt einfach up-to-date. Der Zeitgeist verlangt quasi danach.

Gerade und ganz genau die Juden, die gegenwärtig und in steigender Zahl in Berlin leben und hier wieder eine Art jüdisches Leben entfalten, berichten immer und immer wieder eines: Dass sie zwar ihren gegenwärtigen Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Dass aber dieses ganze "Auswanderungskonzept" nicht mehr zeitgemäß ist. Man ist jederzeit und virtuell auch immer gleichzeitig in Israel. Das Beispiel war gerade auch Anlass für meine obige Einlassung. Man ist nicht "ausgewandert". Man lebt und arbeitet halt grad' mal hier.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am So 11. Feb 2018, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 13:51

Zinnamon hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:43)

Find ich nicht. Auswandern ...raus wandern, das trifft doch den Kern unterm Strich, wenn es ohne Zwang erfolgt.

Insofern nicht, als dass die Gegenwart vielfältige Möglichkeiten bietet, einfach mehrere Lebensmittelpunkte parallel zu haben. Ich hab' auch mehrere. Und ich kenne auch etliche Leute mit mehreren.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon JJazzGold » So 11. Feb 2018, 13:54

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Feb 2018, 09:53)

Ja, die Korruption hat zum großen Wassermangel geführt, dass vollen Tanks die Zuleitung gekappt wurde. Mein Freund und sein Team haben ebenfalls die Auswirkungen des herbeigeführten Wassermangels zu spüren bekommen.

Ich bleibe auch hier, merke aber dennoch ab und zu mal, dass mir Wetter und Mentalität der Leute auf den Geist gehen.


Diese Regierung ist so maßlos korrupt, dass mich wundert, dass der ANC immer noch überproportional Zustimmung erhält. Eine israelische Firma hatte ein solides Angebot für Wasserentsalzungsanlagen gemacht. Damit hätte man rechtzeitig gegensteuern können. Was im Angebot fehlte, waren die Bestechungsgelder. Aus den Anlagen wurde nichts und jetzt geht im April/Mai in der Kapregion das Wasser aus. Farmer aus anderen Regionen karren Wasser an und Touristen erhalten einen Bonus, wenn sie ihren Urlaub dort verschieben.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Feb 2018, 13:58

Zinnamon hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:19)

Ich vermisse bei diesem Beitrag etwas die sonst so passioniert zur Schau getragene Gelassenheit und Entspanntheit in jeder Lebensfrage. Es war ein Scherz der sich spontan aufdrängte. Man kann mitlachen, es ignorieren oder schlagfertig kontra geben und pointiert bischen Ping Pong spielen.

Es gibt nichts eifrig zu rechtfertigen, zu unterstellen, keine Notwendigkeit sich in der Selbstdarstellung angegriffen zu fühlen, zu rein rhetorischen Fragen, fehlgeleiteten Diffamierungen über die vermeintliche Motivlage oder aufgesetzten wir-ihr Spielchen. Oder etwa doch?! :eek:

Nö, glaub ich nicht. ;)


Anderer Kunde: „Entschuldigung, ich bin etwas in Zeitnot, würden sie mich vorlassen?“
Billie Holiday: „ Selbstverständlich, sehr gern.“ :)

Biste platt, was? Kein Grund, mir zu unterstellen, ich würde gewohnheitsmäßig den ganzen Laden aufhalten. ;)
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon Zunder » So 11. Feb 2018, 14:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:48)

Gerade und ganz genau die Juden, die gegenwärtig und in steigender Zahl in Berlin leben und hier wieder eine Art jüdisches Leben entfalten, berichten immer und immer wieder eines: Dass sie zwar ihren gegenwärtigen Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Dass aber dieses ganze "Auswanderungskonzept" nicht mehr zeitgemäß ist. Man ist jederzeit und virtuell auch immer gleichzeitig in Israel. Das Beispiel war gerade auch Anlass für meine obige Einlassung. Man ist nicht "ausgewandert". Man lebt und arbeitet halt grad' mal hier.

Wenn man ganz langsam meinen Beitrag liest, stellt man fest, daß ich nicht über Juden, die von Israel nach Berlin übersiedeln, geschrieben habe, sondern über Juden, die Frankreich Richtung Israel verlassen.

"Aus Frankreich sind im vergangenen Jahr laut AFP rund 5000 Juden nach Israel ausgewandert. In den zehn Jahren seit 2006 hätten damit fast 40.000 Juden das Land verlassen, erklärte die staatliche Jüdische Agentur am Montag in Paris. Zu den Hauptgründen zählten die Unsicherheit nach den islamistischen Terroranschlägen sowie religiöse und wirtschaftliche Motive."
https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... or-gewalt/

Und Menschen, die zu hunderttausenden nach Deutschland einwandern, wandern nur deshalb ein, weil sie woanders ausgewandert sind.
Diese Menschen haben ganz sicher keine Luxus-Probleme.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Feb 2018, 14:04

JJazzGold hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:54)

Diese Regierung ist so maßlos korrupt, dass mich wundert, dass der ANC immer noch überproportional Zustimmung erhält. Eine israelische Firma hatte ein solides Angebot für Wasserentsalzungsanlagen gemacht. Damit hätte man rechtzeitig gegensteuern können. Was im Angebot fehlte, waren die Bestechungsgelder. Aus den Anlagen wurde nichts und jetzt geht im April/Mai in der Kapregion das Wasser aus. Farmer aus anderen Regionen karren Wasser an und Touristen erhalten einen Bonus, wenn sie ihren Urlaub dort verschieben.


Mein Freund sagte, ihnen wurde im Hotel nahegelegt, nur beim großen Geschäft das Klo zu spülen. Es ist schon sehr beängstigend, zumal die Touris wieder abhauen, die normale Bevölkerung jedoch zu leiden hat.

Ich war lediglich beeindruckt von seinen Erzählungen über die Freundlichkeit der Menschen, die Gelassenheit, die Vielfalt in Kultur, Kulinarischem und der schönen Landschaft. Natürlich hat er auch von der Kriminalität erzählt.
Manchmal kann ich mir vorstellen, später mal die Zelte hier abzubrechen, aber das ist mehr ein Traum, bin schon im Großen und Ganzen zufrieden und froh hier.
Ein besseres Klima und eine etwas gelassenere Mentalität reizt natürlich.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 14:11

JJazzGold hat geschrieben:(11 Feb 2018, 13:54)

Diese Regierung ist so maßlos korrupt, dass mich wundert, dass der ANC immer noch überproportional Zustimmung erhält. Eine israelische Firma hatte ein solides Angebot für Wasserentsalzungsanlagen gemacht. Damit hätte man rechtzeitig gegensteuern können. Was im Angebot fehlte, waren die Bestechungsgelder. Aus den Anlagen wurde nichts und jetzt geht im April/Mai in der Kapregion das Wasser aus. Farmer aus anderen Regionen karren Wasser an und Touristen erhalten einen Bonus, wenn sie ihren Urlaub dort verschieben.

Die Parallele Jacob Zuma/Robert Mugabe drängt sich auf. Es hat insofern etwas mit dem Thema zu tun, als dass ein entfernter Verwandter von mir schon vor längerer Zeit in ein katholisches Missionswerk nach Simbabwe als Mitarbeiter ging. Man kann sich die Dramatik der Veränderungen hinsichtlich Korruption, Willkür, "Staatskriminalität" in den letzten 20, 30 Jahren kaum so dramatisch vorstellen, wie sie sich tatsächlich ereigneten.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon JJazzGold » So 11. Feb 2018, 14:24

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:04)

Mein Freund sagte, ihnen wurde im Hotel nahegelegt, nur beim großen Geschäft das Klo zu spülen. Es ist schon sehr beängstigend, zumal die Touris wieder abhauen, die normale Bevölkerung jedoch zu leiden hat.

Ich war lediglich beeindruckt von seinen Erzählungen über die Freundlichkeit der Menschen, die Gelassenheit, die Vielfalt in Kultur, Kulinarischem und der schönen Landschaft. Natürlich hat er auch von der Kriminalität erzählt.
Manchmal kann ich mir vorstellen, später mal die Zelte hier abzubrechen, aber das ist mehr ein Traum, bin schon im Großen und Ganzen zufrieden und froh hier.
Ein besseres Klima und eine etwas gelassenere Mentalität reizt natürlich.


So gelassen ist die Mentalität in RSA nicht. Das ist schon eine recht konservative Gesellschaft.

Wir haben lange für und wider abgewogen, uns letztendlich für nur einen Wohnsitz, in Bayern = dahoam, entschieden.
Jetzt habe ich mir das Leben hier höchst vergnüglich eingerichtet und will nicht mehr weg. Es sei denn, veränderte Umstände zwingen uns dazu.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 14:25

Zunder hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:03)

Wenn man ganz langsam meinen Beitrag liest, stellt man fest, daß ich nicht über Juden, die von Israel nach Berlin übersiedeln, geschrieben habe, sondern über Juden, die Frankreich Richtung Israel verlassen.

"Aus Frankreich sind im vergangenen Jahr laut AFP rund 5000 Juden nach Israel ausgewandert. In den zehn Jahren seit 2006 hätten damit fast 40.000 Juden das Land verlassen, erklärte die staatliche Jüdische Agentur am Montag in Paris. Zu den Hauptgründen zählten die Unsicherheit nach den islamistischen Terroranschlägen sowie religiöse und wirtschaftliche Motive."
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Und Menschen, die zu hunderttausenden nach Deutschland einwandern, wandern nur deshalb ein, weil sie woanders ausgewandert sind.
Diese Menschen haben ganz sicher keine Luxus-Probleme.

Das ist schon richtig. Es betrifft jeweils Menschen, die kein "Luxusproblem" sondern ein existenzielles Problem haben. Heißt: Deren Leben auf die eine oder andere Weise bedroht ist. Im Erstbeitrag dieses Threads wird aber deutlch, dass es hier um etwas anderes geht. Um "Auswanderung" eben als Luxusproblem. Weil Deutschland angeblich irgendein "Zahlmeister" sei,. (Gottogott). Und gerade deshalb ist es Unsinn, dannn von "Auswanderung" zu sprechen.

Die (meist jungen) Israelis, die in Berlin leben, arbeiten zu großen Teilen in, sagen wir mal, informatiklastigen Bereichen. Die könnten ihren Job ebensogut von Tel Aviv aus wie von Köpenick aus erledigen. Sie sagen sich nur, dass Pudding in Berlin billiger als in Tel Aviv ist. Und ansonsten jüdisches Leben in Berlin ebenso entfaltbar ist wie in Israel. Was 2014 - glaub ich - bei Facebook zu den sogenannten "Pudding-Protesten" wegen angeblichem "Unpatriotismus" führte.

Kurz und gut: Die Welt heute ist schon doch eine ziemlich andere als zu Zeiten der letzten größeren AUswanderungswellen. Wir haben eine gut gebildete, englischsprechende Minderheit in den Metropolen, die sowieso nach Belieben ihren Aufenthaltsort wechseln. Und wir haben Familien, die aus Verzweiflung irgendwelche Boote besteigen und dann im Mittelmeer ertrinken.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon JJazzGold » So 11. Feb 2018, 14:28

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:11)

Die Parallele Jacob Zuma/Robert Mugabe drängt sich auf. Es hat insofern etwas mit dem Thema zu tun, als dass ein entfernter Verwandter von mir schon vor längerer Zeit in ein katholisches Missionswerk nach Simbabwe als Mitarbeiter ging. Man kann sich die Dramatik der Veränderungen hinsichtlich Korruption, Willkür, "Staatskriminalität" in den letzten 20, 30 Jahren kaum so dramatisch vorstellen, wie sie sich tatsächlich ereigneten.


Die Parallele bietet sich in der Tat an. Nur dass Mugabe tatsächlich ging, während sich Zuma partout nicht verabschieden will.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 14:31

Und offen gestanden. Ein Beitrag wie das Einstiegsposting
unity in diversity hat geschrieben:(20 Aug 2016, 09:49)
Aus Deutschland, Deutschland über alles, ist Deutschland drunter und drüber geworden.
Man hat etwas gestartet, darin war man schon immer gut, beherrscht aber die Folgen nicht.
Zahlhofmeister wird der deutsche Michel.

Ich weiß nicht ... wäre bei mir wohl nicht durchgekommen.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon unity in diversity » So 11. Feb 2018, 14:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:31)

Und offen gestanden. Ein Beitrag wie das Einstiegsposting

Ich weiß nicht ... wäre bei mir wohl nicht durchgekommen.

Du solltest dir ein Land wählen, in dem nur du zählst und sonst nichts.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon unity in diversity » So 11. Feb 2018, 14:41

frems hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:09)

Ich würde nach Frankreich, Italien oder Griechenland auswandern. Die leben dort alle prächtig vom deutschen Geld, das sie bis zum letzten Cent auspressen. Dazu nehmen sie noch Rekordschulden auf und leben alle in Saus und Braus, weil der deutsche Michel ja zahlt. Da muss einfach alles perfekt sein, während Deutschland in jedem Winkel eher Sodom und Gomorrha gleicht. Heil Höcke.

Wenn deine Denkweise gewinnt, darf Deutschland, Schutzbedürftige aus Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien begrüßen.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 14:50

unity in diversity hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:37)

Du solltest dir ein Land wählen, in dem nur du zählst und sonst nichts.

U.I.D.: Es ist eigentlich ziemlich einfach. Das Nichtmehrvorhandensein des Konzepts "Deutschland Deutschland über alles" als - offensichtlich - bedauerlich darzustellen, bedeutet schlicht, es wiederherstellen zu wollen. Damit ist eine gewisse Grenze überschritten.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon unity in diversity » So 11. Feb 2018, 15:43

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:50)

U.I.D.: Es ist eigentlich ziemlich einfach. Das Nichtmehrvorhandensein des Konzepts "Deutschland Deutschland über alles" als - offensichtlich - bedauerlich darzustellen, bedeutet schlicht, es wiederherstellen zu wollen. Damit ist eine gewisse Grenze überschritten.

Standort, Standort über alles, macht jedes normale Land.
Wohin zählst du dich?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon schokoschendrezki » So 11. Feb 2018, 15:53

unity in diversity hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:43)

Standort, Standort über alles, macht jedes normale Land.
Wohin zählst du dich?

Zu denen, die wissen, dass "America First" oder auch meinetwegen "Deutschland zuerst" etwas (u.a. von mir) vielleicht nicht gemochtes aber etwas ganz und gar anderes ist als "Deutschland über alles".
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon Alpha Centauri » So 11. Feb 2018, 22:08

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Feb 2018, 12:30)

Die Wasserknappheit ist schon ein Problem.
Und Kriminalität gibt es überall.
Deshalb bleib ich ja hier. Aber ich könnte mir vorstellen, später mal woanders zu leben, wo es wörmer ist und die Menschen nicht so pissig sind wie in Deutschland, bei aller Heimatliebe.
Fällt mir momentan etwas unangenehm auf. Im Supermarkt Rentner, die griesgrämig vor sich hingucken, Leute, die nicht zurückgrüßen, wenn man einen Laden betritt....mag am Wetter liegen, aber zur Zeit fallen mir mehr unfreundlich-pessimistisch-pissige Gesichter auf als freundliche. Letztendlich kann ich meine Rente später auch woanders ausgeben. :thumbup:


Richtig,mieses Wetter, unfreundlich pessimistische Leute,da lobe ich mir Spanien,.

Viva Andalucia, mit dem nötigen Kleingeld lässt es hier entspannter und vor allem sonniger Leben,

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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon JJazzGold » So 11. Feb 2018, 22:17

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Feb 2018, 22:08)

Richtig,mieses Wetter, unfreundlich pessimistische Leute,da lobe ich mir Spanien,.

Viva Andalucia, mit dem nötigen Kleingeld lässt es hier entspannter und vor allem sonniger Leben,

Me encanta Espana


Mieses Wetter? In Südafrika ist jetzt Sommer und in Andalusien waren vor kurzem gerade mal 8 Grad.
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon Ger9374 » So 11. Feb 2018, 22:36

JJazzGold hat geschrieben:(11 Feb 2018, 22:17)

Mieses Wetter? In Südafrika ist jetzt Sommer und in Andalusien waren vor kurzem gerade mal 8 Grad.


TOGO


Das land hat schön wenig buchstaben, da braucht es nicht so lang für den absender auf meinen briefen! Ja praktisch, kann ich!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Wohin würdet ihr auswandern?

Beitragvon JJazzGold » So 11. Feb 2018, 22:40

Ger9374 hat geschrieben:(11 Feb 2018, 22:36)

TOGO


Das land hat schön wenig buchstaben, da braucht es nicht so lang für den absender auf meinen briefen! Ja praktisch, kann ich!


Vor dreißig Jahren war ich in Togo, ein interessanter Urlaub. Heute würde ich dort nicht mehr Urlaub machen, geschweige denn dorthin auswandern.
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