Grundsatzdiskussion Islam

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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bleibtreu » Fr 3. Aug 2018, 13:30

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 Aug 2018, 14:05)

[...] Das Fasten der Christen, besonders der klösterlichen Vorbilder hat dagegen etwas Scherzhaftes und pragmatisch Durchtriebenenes:
Bis zu sechs Maß normales Bier (ca. 5, 3% Alkoholgehalt) am Tag reichten wohl einigen der Braukünstler mit Kutte nicht.

Wie segensreich war da die Fastenerfindung, einfach ein voll einpfeifendes Starkbier zu brauen. Doppelbock oder Weissbier-Doppelbock
hat es wahrlich in sich. Der Weg zu kontemplativem Wegtreten ist da nach ein paar Maß (auf stets nüchternen Magen) echt nicht mehr weit. Und besondere
Schwierigkeiten zu Visionen oder Gottes Eingebungen sollten auch nicht mehr auftreten: "Du darfst noch eine Fastenmaß trinken, bevor du mich
lobpreist" . Der direkte Weg zu Gott war frei. Auch die innere, moralische und seelische Selbstreinigung bzw. die Entsorgung von moralischen und ethischen Rückständen
ging quasi literweise wie von selbst.

Bocksupported sozusagen: Statt Arno Gruen "Suche den Feind im Schatten deines Hauses" genügt eine kleine, alternative Interpretation "Suche die Maß im Schatten deines Hauses".


Danke, fuer diese erheiternde Einlage. Ja, auch Religioese sind zuweilen aeusserst erfinderisch darin, sich ihrer Pflichten mehr oder weniger elegant zu entziehen. Denken wir nur an die beruehmte schwaebische MaulTaeschle. Das SchwabenLand, das direkt an die Schweiz angrenzt [Zwingli & Co lassen gruessen] ist mW eine HochBurg der Protestanten.

Unerklärlich ist mir aber die völlig überzogene, weil überempfindliche Reaktion von Muslimen und ihren Fans - auch Christen - hier. Frei nach Kurt Tucholsky:
"Das sagt man einmal was, und schon sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und ist …beleidigt "

Gacker - das ist im Forum normale Haerte. Da gibt es nur 2 Moeglichkeiten: Aushalten oder fluechten!

Humorlosere Religionen als das kath. Christentum, besonders aber auch den Islam (A.D. 2018 in D) muss man erst noch suchen.
Dabei wäre Lachen hin- und wieder so gesund. Gleichermaßen für Ramadan- und Starkbierfaster und -innen.

Andere Denominationen haben auch einiges zu bieten, so ist es nicht: Lebensunfrohe, finster puritanische Protestanten oder auch die Bewohner des BeklopptenViertels Mea Shearim in Jerusalem, die Charedim. Geh in Letzterem mit deiner Partnerin oder einer Freundin Hand in Hand auf der Strasse spazieren und versucht auch verschiedene Geschaefte zu betreten. Sie mit einem luftig aermellosen SommerKleid und hohen Schuhen bekleidet - das ist durchaus ein Erlebnis der besonderen Art, wenn man was wegstecken kann! :D

rambam hat geschrieben:(03 Aug 2018, 14:08)

das ist zutreffend.

Vielen Dank fuer deine Antwort. :thumbup:
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Fr 3. Aug 2018, 13:51

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Aug 2018, 14:30)

Danke, fuer diese erheiternde Einlage. Ja, auch Religioese sind zuweilen aeusserst erfinderisch darin, sich ihrer Pflichten mehr oder weniger elegant zu entziehen. Denken wir nur an die beruehmte schwaebische MaulTaeschle. Das SchwabenLand, das direkt an die Schweiz angrenzt [Zwingli & Co lassen gruessen] ist mW eine HochBurg der Protestanten.



Der Süden Baden-Württembergs ist Hochburg der Katholiken. Protestanten wohnen um Stuttgart herum.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 3. Aug 2018, 14:00

Senexx hat geschrieben:(03 Aug 2018, 14:14)

Sie widersprechen damit dem, was Sie über das Fastenbierbrauen sagen,


Ach, tatsächlich. Und wenn's so wäre? Darf dat dat (nicht)?

Es ist aber nicht so, Herr Senexx. Der Terminus "scherzhaft" war keine Aussage hinsichtlich der Humorbefähigung,
sondern ein zarter Hinweis, dass Starkbier, zumal Doppelbockbier, den Charakter des seriösen Fastens gewissermaßen karrikiert.
Verkackeiert. Der scherzhaften, etwas angeschickerten, Bedeutungsminderung anheim stellt bzw. aussetzt.

Falls Sie noch ein Knötchen in Ihrer Perlenschnur erfühlen. Ich helfe gerne weiter, soweit möglich. :D
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Fr 3. Aug 2018, 14:05

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 Aug 2018, 15:00)

Ach, tatsächlich. Und wenn's so wäre? Darf dat dat (nicht)?

Es ist aber nicht so, Herr Senexx. Der Terminus "scherzhaft" war keine Aussage hinsichtlich der Humorbefähigung,
sondern ein zarter Hinweis, dass Starkbier, zumal Doppelbockbier, den Charakter des seriösen Fastens gewissermaßen karrikiert.
Verkackeiert. Der scherzhaften, etwas angeschickerten, Bedeutungsminderung anheim stellt bzw. aussetzt.

Falls Sie noch ein Knötchen in Ihrer Perlenschnur erfühlen. Ich helfe gerne weiter, soweit möglich. :D

Hierzu empfehle ich Ihnen Josef Filsers Briefwexel, den Brief, in dem der verehrte Pfarrer dem lieben Josef den Unterscheide zwischen Zölibat und Gelübde der Keuschheit erklärt.

Der Katholik ist sinnenfoh und dem Leben zugewandt.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Umetarek » Fr 3. Aug 2018, 14:13

Kommt mit dem Fasten wohl auch auf die Christen an:
In der koptischen Kirche gibt es jährlich zusammengerechnet knapp 200 Fastentage, wobei bis auf die härteste vorösterliche Fastenzeit von 55 Tagen hauptsächlich auf tierische Produkte verzichtet wird. In Ägypten halten sich etwa 90 % aller Kopten daran.

https://www.aegypten.com/land-leute/ess ... astenzeit/

„Es gibt kein Mindestalter, sondern es hängt allein vom persönlichen Willen ab, wer fastet,“ sagt Schwester Agapie. Um zur Kommunion zu gehen, blieben die Kopten zudem neun Stunden davor, von Mitternacht an gerechnet, nüchtern, nicht einmal ein Bissen Brot nehmen sie zu sich, wie sie sagt. Findet die heilige Messe erst am späten Nachmittag statt, könne dies schon hart sein. Es dürfe aber nicht auf Kosten der Gesundheit gehen.

https://de.zenit.org/articles/das-fasten-der-kopten/

Deswegen kann man sich in Ägypten auch relativ locker vegan ernähren.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bleibtreu » Fr 3. Aug 2018, 14:18

Umetarek hat geschrieben:(03 Aug 2018, 15:13)

Kommt mit dem Fasten wohl auch auf die Christen an:
https://www.aegypten.com/land-leute/ess ... astenzeit/

Dem kann ich nur zustimmen - ich erwaehnte Gestern auch schon die Unterschiede zwischen der West- und OstKirche beim Fasten:
Gefastet wird im Christentum als Busse, zur Besinnung + Umkehr, als Vorbereitung auf das hohe OsterFest, die Auferstehung Jesu. Die WestKirche kennt noch eine weitere FastenZeit, die OstKirche noch 3 weitere lange.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Fr 3. Aug 2018, 17:30

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Aug 2018, 14:30)

Gacker - das ist im Forum normale Haerte. Da gibt es nur 2 Moeglichkeiten: Aushalten oder fluechten!


Oder fordern, dass dem Treiben missliebiger User endlich ein Ende gesetzt wird, n'est-ce pas?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Keoma » Fr 3. Aug 2018, 17:56

think twice hat geschrieben:(03 Aug 2018, 18:30)

Oder fordern, dass dem Treiben missliebiger User endlich ein Ende gesetzt wird, n'est-ce pas?

Fordert wer?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bleibtreu » Fr 3. Aug 2018, 18:06

Keoma hat geschrieben:(03 Aug 2018, 18:56)

Fordert wer?

Sie wird diesen Beitrag von mir meinen, den ich ihr die Nacht nach ihrer DauerTrollerei geschrieben habe:

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Aug 2018, 00:55)

Ich bin ein echter Mensch und ich habe deine dreiste Unterstellung mit dem WikipediaArtikel ueber Ramadan, aus dem ich den entsprechenden Passus zitierte, widerlegt. Was du hier in einem Fort im Strang treibst, nicht nur mit mir, ist uebelste ProvoTrollerei, der endlich ein Ende gemacht werden sollte.

Wenn TT mit ihrer DauerTrollerei nicht weiter kommt, versuchst sie es eben damit, dass man sich ueber ihr Verhalten nicht beschweren darf. Hauptsache, nicht wieder auf die widerlegten Behauptungen eingehen und damit ablenken. Eine weitere Art, wie sie Themen gerne schreddert. Diese Versuche das ForumsNiveau anzuheben sind doch nichts Neues von ihr. :cool:

Und jetzt ist sie gerade dabei den AntisemitismusStrang aufzumischen. Da scheint seit Tagen wieder ganz schoen Druck auf dem Kessel zu sein! :D
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Progressiver » Fr 3. Aug 2018, 19:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Aug 2018, 09:07)

Das ist viel viel zu einfach gedacht.

Es gibt - wie hier schon mehrfach richtig geschrieben wurde - offensichtlich ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis nach Transzendenz, Überschreitung, Metaphysik, Erstbegründungen, Welterklärungen, nach Zusammenhangsherstellungen zwischen dem ganz persönlichen Ich und dem Universum usw. Das wird weder durch moderne Naturwissenschaft noch durch Technologie oder arbeitsteilige Produktion anulliert. Dann gibt es das Bedürfnis nach einem sozialen WIr, einer sozialen Gemeinschaft. Und dann gibt es die politische Instrumentalisierung dieser Bedürfnisse. Im Islam wie in den anderen Religionen. Und alles greift ineinander.

Wenn in Ungarn oder sonstwo in Osteuropa, besonders im ländlichen Raum, die Leute wieder zu annähernd 100 Prozent in Sonntagskleidung in die Kirche zum Sonntagsgottesdienst gehen ... wie früher mal ... dann rate ich zur Vorsicht vor scheinbar naheliegenden Denunziationen. Zum Beispiel der, dass diese Leute nicht wirklich gläubig sind, Religion nicht wirklich selbstlos und tief empfinden. Oder dass sie einfach nur dumm sind. Sie glauben in der Mehrzahl wirklich. Und es sind ebenso Ingenieure, Lehrer, Programmierer wie Leute aus einfachen Berufen. Und genauso ist dieser wiederentdeckte Traditionalismus Teil einer als Stabilisierung sozialer Gemeinschaftlichkeit empfundenen Entwicklung. Und genauso wird die Institution Kirche und ihre Symbole politisch in Ländern wie Ungarn oder Russland oder in Bundesländern wie Bayern politisch instrumentalisiert. Die Dinge sind ineinander verschränkt.


Zunächst zum Thema "Absterben der Religionen": Zumindest die großen Kirchen verlieren immer mehr Mitglieder. Die alten Gläubigen sterben weg. Die jungen Eltern taufen ihre Kinder immer seltener. Insofern kann ich zumindest schon eine gewisse Säkularisierung in Deutschland beobachten. Natürlich boomt der Esoterikmarkt. Und die Yogakurse sind oftmals voll. Gelebtes Yoga ist ja dabei auch etwas in der Art religiöses, wie ich am Beispiel meines Bruders erkennen darf. Aber viele Leute sind dann doch im klassischen Sinne nicht mehr religiös. Und natürlich gibt es auch unter den Materialisten fitnesssüchtige, die meinen, dass der Körper eine Art Tempel sei, den man durch möglichst viel Sport fit halten müsse, um die eigene Sterblichkeit noch etwas hinauszuzögern.

Die Ungarn etc. verstehe ich nicht. Es kann sicher sein, dass sie wahrhaft glauben. Aber stellen sich die Leute dort nicht die Frage, wo denn beispielsweise in unserem Universum der viel beschriebene Himmel sein soll, in dem sich Jesus ggerade seit 2.000 Jahren aufhalten soll? Die Religionen haben ja in großen Teilen den Nachteil, dass sie genau definieren wollen, wie denn ihr spezielles göttliches Wesen zu sein habe. Ebenso das Jenseits etc. Ohne Verluste an Glauben geht das alles also nicht vonstatten, wenn man denn an einen Gott glauben will. Und auch im Bereich der Entstehung der Erde und der Menschheit wird, außer bei radikalen Fundamentalisten, anerkannt, dass das Leben auf der Erde durch Evolution entstand.

Was die soziale Gemeinschaft betrifft: Hier habe ich ja selbst die Befürchtung geäußert, dass ohne ein gemeinsames gesellschaftliches Narrativ, das die Leute wieder zusammenschweißt, die Gesellschaft auch in Deutschland in immer mehr Subkulturen zerfallen könnte, die miteinander nicht mehr kooperationsfähig sind. Ich halte dabei einen säkularen Humanismus, der die Rechte der Individuen achtet, für notwendig. Mehr Gemeinschaft ist gut. Sie sollte aber auf freiwilliger Basis entstehen und funktionieren. Denn ansonsten ziehen hier immer mehr Leute eine Ego-Show ab und nehmen nicht mehr aufeinander Rücksicht. Ich sage auch nicht, dass dieser säkulare Humanismus als Bewegung automatisch entstehen wird. Aber als Grundlage halte ich so etwas für die beste Möglichkeit, da ansonsten die Leute in unserer Gesellschaft bald nichts mehr haben, was sie im posiitiven Sinne zusammenschweißt. Es gibt dann kein gemeinsames Ziel, auf das eine Mehrheit hinarbeitet und das für diese erstrebenswert ist.

Die ganzen Tribalismen der Vergangenheit -Religionen, Nationalismen, Rassismen- betrachte ich hierzulande als Gefahr. Wie das Beispiel Polen zeigt, wird dort der Rechtsstaat und die Demokratie geschleift. Wenn die Leute hierzulande wieder religiöser werden würden, dann entstünde ein Gruppendruck, der nicht mehr auf Freiwilligkeit beruht. Das Christentum würde die Rechte von notleidenden Frauen missachten, die abtreiben wollen. Bei den jungen Muslimen wiederum wird das Fasten zum Sport, bei dem jeder sich als der härteste Typ darstellen will. Frauen in beiden Religionen würden wohl ermuntert werden, mehr Kinder zu kriegen und sich als Gebärmaschinen zu betätigen, anstatt in einem geregelten Job ihr eigenes Geld zu verdienen. Eine große Anzahl von Leuten würde wohl durch den neu entstandenen Gruppendruck Teile ihrer Freiheitsrechte verlieren -egal ob Deutschland eine AfD-Regierung bekäme oder aber muslimisch werden würde. Aber Zwang ist meines Erachtens abzulehnen.

Was ich jednefalls auch beobachte, ist eine Art negativer Zusammenhalt. Da gibt es auf der einen Seite die muslimische Seite, die sich in eine Wagenburg flüchtet, weil sie sich vom Rest der Gesellschaft diskriminiert fühlt. Und in solchen Kreisen wird der Islam wieder großgeschrieben. Auf der anderen Seite sind es dann deutsche Mitbürger, die sich vor allem dadurch gegenseitig Zusammenhalt signalisieren, dass sie gegen die bösen Muslime sind. Beide Seiten definieren sich also in ihrem jeweiligen Zusammengehörigkeitsgefühl dadurch, dass sie eben nicht so sind wie die Gegenseite. Was ich mit dem Konzept eines positiven Zusammenhaltes meine, ist ein säkularer Humanismus, bei dem alle zusammen gemeinsam und ohne Zwang von außen für ein besseres Deutschland kämpfen wollen. So etwas kann ich aber nicht erkennen. Die Religionen können in unserer säkularen Gesellschaft jedenfalls die Leute nicht mehr einen. Zumindest die christlichen Kirchen verlieren massenweise Mitglieder. Der Neoliberalismus spaltet das Land. So bleibt meines Erachtens nur etwas aus der säkularen Welt, das den Leuten wieder ein gemeinsames Narrativ schenken kann. Man wird ja noch träumen dürfen, oder? ;)
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 4. Aug 2018, 04:16

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Aug 2018, 13:02)




ist also nicht ad hominem, sondern ein sachliches, auf das Thema bezogenes Argument? - Es scheint wirklich zu heiss zu sein. Geh dich mal abkuehlen! :D
Wenn noch mehr dieser inhaltsschwangeren Beitraege von dir an mich kommen, werde ich sie einfach ignorieren und darueber schmunzeln.


Gut gebruellt Loewe aber du bist nicht die Eunzige die hier aggresive austeilen kann.

Um ueber meine Beitraege schmunzeln zu koennen musst du sie erst lesen. Einfach ignorieren und schmunzeln geht nicht. :thumbup:
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Fr 24. Aug 2018, 17:30

Umetarek hat geschrieben:(03 Aug 2018, 15:13)

Kommt mit dem Fasten wohl auch auf die Christen an:
https://www.aegypten.com/land-leute/ess ... astenzeit/

https://de.zenit.org/articles/das-fasten-der-kopten/
Deswegen kann man sich in Ägypten auch relativ locker vegan ernähren.
Danke, Umetarek, für diesen Artikel über das Fasten der koptischen Christen
in Ägypten.
Ich muß zugeben, daß ich diese Einzelheiten bisher nicht kannte. :)
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Fr 14. Sep 2018, 10:31

Schöner Artikel im Cicero zum Thema Islam.
https://www.cicero.de/kultur/islam-krit ... an-tuerkei

Es werden auch einige typische Taktiken genannt, die hier auch schon thematisiert wurden (z.B. das Vorschieben der friedlichen Suren und deren Herauslösen aus dem Zusammenhang). Finde ich wirklich lesenswert.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Fr 14. Sep 2018, 13:50

Skeptiker hat geschrieben:(14 Sep 2018, 11:31)
Schöner Artikel im Cicero zum Thema Islam.
https://www.cicero.de/kultur/islam-krit ... an-tuerkei

Es werden auch einige typische Taktiken genannt, die hier auch schon thematisiert wurden (z.B. das Vorschieben der friedlichen Suren und deren Herauslösen aus dem Zusammenhang). Finde ich wirklich lesenswert.
Danke für diesen Hinweis.
Man kann der Autorin des neuen Buches, Frau Laila Mirzo, nur Glück wünschen bei der Verbreitung ihrer Erfahrungen,
die hoffentlich zum Erkenntnisgewinn vieler Menschen beitragen mögen.

Das Thema ist allerdings hier nicht neu. Siehe:
viewtopic.php?f=21&t=30897&p=3146106#p3134439
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon sunny.crockett » Sa 29. Sep 2018, 17:38

Ich ziehe das mal aus dem AfD-Strang hier rüber...

Alexyessin hat geschrieben:(29 Sep 2018, 11:00)

Der Islam ist erstmal eine Religion und in unseren Land herrscht Religionsfreiheit.
Zollagent hat von Extremisten gesprochen - der Islam per se ist eben nicht extremistisch. Aber als AfD Fanboy ist dir diese Differnzierung wohl nicht möglich.


Ach, du differenzierst zwischen verschiedenen Islamen (Mehrzahl)? Der Grund-Islam ist laut Koran und Sunna eben für unsere Verhältnisse extremistisch.

Aber du hast dich wohl mit dem Theme noch nicht befasst, begründest ungesetzliche Anweisungen mit der Religionsfreiheit.
Mal ein Beispiel für dich als Bayer vom der Islamgemeinde München. Schlagen der Frau, wenn sie sich dem Manne verweigert, ist laut dir durch Religionsfreiheit abgedeckt

Hinter dieser Entscheidung Gottes mag eine Weisheit stecken, die zunächst selbst der Propheten Muhammad (s) nicht erkannt hatte. Der Koranvers macht deutlich, dass im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muss: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen. Damit ist vor allem das Schlagen im Affekt verboten, was wohl in fast allen Fällen vorkommt. Zudem hat das Schlagen, wie es der Koran beschreibt, nach den Gelehrten eher einen symbolischen Charakter.


oder aber auch..

Grundlage für den Sachverhalt der Zeugenaussage bildet der Koranvers 2:282: "Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann sollen es bezeugen ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich die eine der beiden irrt, die andere von ihnen daran erinnert." Das Hinzuziehen einer weiteren Frau dient als Schutz vor einer falschen Zeugenaussage, die im Islam hart bestraft wird, sowie als zusätzliche Sicherheit.


Die Herabstufung der Frau ist für dich auch okay, ist ja mit der Religionsfreiheit abgedeckt. Also informier dich erst mal, welchen radikalen Islam wir hier haben.

http://www.islamisches-zentrum-muenchen ... milie.html

Aber wir können das im Islam-Strang weiter diskutieren.

--------
Antwort Alexyessin:

Alexyessin hat geschrieben:(29 Sep 2018, 17:20)

Nein. Auch dein erneuter Versuch hier Suggestivfragen anzusetzen wird nichts bringen.

Sollte dir der Begriff Religionsfreiheit nicht bekannt sein, so werfe einen Blick ins Grundgesetz.


------------

Meine Antwort:

sunny.crockett hat geschrieben:(29 Sep 2018, 18:30)

DU: Mami Mami, da stellt mir jemand suggestivfragen
Mami: Dann stell dich halt bockig, kennst du doch aus dem Kindergarten

Und mir ist Religionsfreiheit bekannt, für mich ist das kein Freibrief zum Schlagen von Frauen. Für dich anscheinend schon. Schlagt sie nur grün und blau, bis sie willig werden, ist laut dir alles durch das GG abgedeckt. So äußert sich nur ein Frauenfeind.


So, jetzt sind wir auf aktuellen Stand und können hier weiterreden...
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Alexyessin » Sa 29. Sep 2018, 18:37

sunny.crockett hat geschrieben:(29 Sep 2018, 18:38)

Ich ziehe das mal aus dem AfD-Strang hier rüber...



Ach, du differenzierst zwischen verschiedenen Islamen (Mehrzahl)? Der Grund-Islam ist laut Koran und Sunna eben für unsere Verhältnisse extremistisch.

Aber du hast dich wohl mit dem Theme noch nicht befasst, begründest ungesetzliche Anweisungen mit der Religionsfreiheit.
Mal ein Beispiel für dich als Bayer vom der Islamgemeinde München. Schlagen der Frau, wenn sie sich dem Manne verweigert, ist laut dir durch Religionsfreiheit abgedeckt



Da Vergewaltigung in der Ehe - mühsam durchgesetzt gegen die Stimmen der CSU! - mittlerweile eine Straftat ist, ist das natürlich NICHT von der Religionsfreiheit gedeckt. Weder beim Islam noch sonst wo.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon sunny.crockett » Sa 29. Sep 2018, 21:14

Ich beantworte auch deine Frage aus dem AfD-Strang mal hier im Islam-Strang

sunny.crockett hat geschrieben:(29 Sep 2018, 19:18)

Alex konterte hier die sogar mit Link angegebenen Aufruf zur Körperverletzung mit Religionsfreiheit. Alles klar?


Deine Frage dazu:

Alexyessin hat geschrieben:(29 Sep 2018, 19:40)

Hab ich das? Wo?


Meine Antwort:
Der Link zum Aufruf der Körperverletzung durch den Islamverband war: http://www.islamisches-zentrum-muenchen ... milie.html , daraus das Zitat: "dass im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muss: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen."

Deine Antwort war:
Sollte dir der Begriff Religionsfreiheit nicht bekannt sein, so werfe einen Blick ins Grundgesetz.


Damit dürfte deine Frage beantwortet sein...wobei es mir seltsam erscheint, dass du eine Antwort darüber doch zugiebst, dass die Aufforderungen zum Schlagen dann doch nix mit der Religionsfreiheit zu tun haben. Nutzen deinen Account zwei Personen?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Alexyessin » Sa 29. Sep 2018, 21:24

sunny.crockett hat geschrieben:(29 Sep 2018, 22:14)

Ich beantworte auch deine Frage aus dem AfD-Strang mal hier im Islam-Strang



Deine Frage dazu:



Meine Antwort:
Der Link zum Aufruf der Körperverletzung durch den Islamverband war: http://www.islamisches-zentrum-muenchen ... milie.html , daraus das Zitat: "dass im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muss: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen."

Deine Antwort war:


Damit dürfte deine Frage beantwortet sein...wobei es mir seltsam erscheint, dass du eine Antwort darüber doch zugiebst, dass die Aufforderungen zum Schlagen dann doch nix mit der Religionsfreiheit zu tun haben. Nutzen deinen Account zwei Personen?


Verdrehe hier keine Tatsachen. Obacht, das ist nicht wirklich gut. Wenn du nämlich meine Antwort im Kontext zitieren würdest, dann galt diese Aussage nicht deinen nachfolgenden Links - die hatte ich nicht zitiert.

Also, was bringt dir das jetzt zu unterstellen, zu Lügen und falsche Aussagen unterschieben?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 29. Sep 2018, 23:56

Fliege hat geschrieben:(29 Sep 2018, 23:42)

Ich übertrage die Aussprache zu Islam und Demokratie in den Islam-Grundsatzthread.


Ja, würden Mohammedaner ihren Koran und ihre Scharia der weltlichen Verfassung unterordnen, wäre ihre Religion mit der demokratischen Verfassung des Grundgesetzes vereinbar.

Die Verfassung erlaubt ausdrücklich das Recht auf Gedanken- und Weltanschauungsfreiheit, was aber nichts an der weltlichen Auswirkung der Gesetze ändert.
Anders gesagt, ein Steuerbescheid fragt nicht danach, ob Allah, Shiva, Jesus oder Buddha damit einverstanden ist. Und umgekehrt fragt die Verfassung nicht danach, was im Jenseitigen ist oder sein wird.
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon sunny.crockett » So 30. Sep 2018, 08:15

Schnitter hat geschrieben:(30 Sep 2018, 00:36)

Straftaten werden von Personen, nicht von Religionen, begangen.

Zuständig ist in diesem Fall die Justiz.

Wer Religionsverbote fordert und sich damit gegen die deutsche Verfassung stellt ist erstmal nur ein gewöhnlicher Depp. Tut er das organisiert ist er ein Fall für den Verfassungsschutz.


Stell dir mal vor, das Familienministerium als Institution würde den Eltern empfehlen, ihre Kinder zu schlagen (so wie es Islamverbände ihren Schäfchen empfehlen). Wärst du dann auch FÜR die Prügel-Empfehlung?

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